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GASTBEITRAG: NaS live (Konzertreview + Video)

Unser Homie DJ Steph war am Montag bei NaS in der Batschkapp vor Ort & hat für uns diese persönliche Review geschrieben. Viel Spaß!

“Now let me take a trip down memory lane …“ 

Nas war zu Gast in Frankfurts Urgestein, der Batschkapp. Ich war vor Ort, habe ihn endlich live gesehen und kann nun einen weiteren Punkt von meiner musikalischen Bucket-List abhaken.

Vor 17 Jahren hörte ich das erste Mal einen Song von Nas im Radio. An diesem Dienstagabend saß ich als zehnjähriger Junge mit meinem Yamaha Tapedeck vor dem Radio und hörte AFN. Nach den ersten Takten des Gitarrensamples von Sting beschloss ich, auf “Record“ zu drücken. Was mir blieb, waren 2 Minuten von “The Message“. Diese sollte ich für die nächsten Wochen immer und immer wieder hören. Play, Stop, Rewind und Play, bis die Batterien des Walkmans nachgaben. Schließlich konnte ich meinen Vater überreden, mit mir zu einem großen Elektrofachhandel zu fahren und in der dortigen CD-Abteilung das komplette Album als US Import zu bestellen. Vier Wochen später war es meins. Das war 1996, bis heute hast sich an der damaligen Begeisterung für Nas und sein musikalisches Schaffen nichts geändert.

He’s the heartbeat of the people – Nas kommt auf die Bühne und eröffnet den Abend mit “The Don“, der ersten Single aus seinem mittlerweile zehnten Soloalbum “Life is Good“. Was danach folgt, ist eine 90-minütige, musikalische Reise zurück bis 1991, ein Querschnitt durch seine veröffentlichten Werke, bekannte Singles und unerwartete weniger bekannte, persönliche Favorites. Minimalistisch, aber perfekt unterstützt von DJ Green Lantern und einem Live Drummer/Percussionist.

Nas wird in zwei Monaten 40 Jahre alt, trotzdem sieht er immer noch aus wie auf dem “It Was Written“-Album Cover. Um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: “Spotlight on me, I still look twenty“ – man vergisst einfach und schnell, dass es schon 2013 ist. Wenn man dann dazu alle Tracks von “Illmatic“ live hört, Nasir Jones “The Message“, “Affirmative Action“ oder auch “Phone Tap“ vom Firm-Album anstimmt, ist man plötzlich für ein paar Minuten wieder der kleine Junge, der mit einem dicken gelben Wörterbuch vor seinem Tapedeck sitzt und sich die Songs Wort für Wort übersetzt.

Alles in allem hätte man sich keine bessere Show wünschen können. Nas schafft eine familiäre Atmosphäre auf der Bühne, und verbreitet charismatisch und deutlich eine Botschaft – “Life is Good“. Nach einer kurzen Ansprache über genau diese beendet er den Abend mehr als passend mit “Stay“. Mehr denke ich mir in diesem Moment auch nicht, just stay … bleib dabei, mach weiter Musik und leg niemals den Stift und das Mikro nieder.

Danke Nas!

Steph

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1 Comment

  • Reply NAS: TIME IS ILLMATIC 2014 DOKUMENTATION (TRAILER) auf RUN FFM 8. September 2014 at 11:45

    […] Und ob 1994 das beste Hip Hop-Jahr gewesen ist, könnt ihr auf DJ Stephs Facebookseite mitdiskutieren. Schon Wahnsinn!!! Für mehr zu NaS lest auch unbedingt sein Review zum NaS-Konzert in der (noch guten alten) Kapp vergangenes Jahr. […]

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