MUSIK

RUN FFM SoULuvMuziq Vol.3 Throwback-Edition (Songs x Videos)

Wie sich der Mensch ändert, so tut es ihm die Musik gleich. Während wir anno 2002 im Dexter Neuclub / Plantage / Players Club in Wiesbaden richtig heftig auf der damaligen Dirty South-Welle geritten sind, so haben wir es heutzutage doch eher mit seichter Musik zu tun (Trap mal ausgenommen). Wer es jemals in einen mit knapp 80-90% African Americans gefüllten Club geschafft hat, weiß, wie lustig das sein kann. Die Prä-Irak-Zeit war in Wiesbaden ein großartiges Erlebnis für alle Beteiligten. Man schwärmt heute noch davon. Hier mal einige Hits aus der damaligen Zeit – einige sind auch schon älter, haben damals aber noch Anklang beim Publikum gefunden.

Memphis Bleek Ft. Jay-Z & Missy – Is That Your Chick?
„Aha – okay – what’s up? Shut up!“ Es gibt nicht viele Songs, auf denen Jay-Z’s ehemaliger Weed-Carrier lyrisch zu überzeugen wusste. Das hier ist definitiv DER HIT des Memphis Bleek. Obgleich ihm Jigga mit seinem Vers die komplette Show stiehlt: „Uh, yo don’t get mad at me / I don’t love ‚em I fuck ‚em / I don’t chase ‚em I duck ‚emI replace ‚em with another one / You had to see she keep calling me BIG / And my name is Jay-Z / She be all on my dick“

JT Money Ft. Sole – Who Dat
„Round here we blow trees, don’t fuck with OB’s /You dick-ride n***as might be the police, aaaah-iight!“
Die Source hat das 1999 mal gefeaturet und als fleißiger Leser der damaligen „HipHop-Bibel“ musste man natürlich direkt nach dem Stück Ausschau halten. Man tat gut daran. Immer noch Abrissgarantie bei den Leuten, die es tatsächlich noch kennen (sind leider nicht allzu viele). JT Money und seine rappende Partnerin Sole haben danach zwar nix mehr gerissen, aber für den Song muss man dankbar sein. „Who Dat, who dat, who dat, who dat, who dat, who dat, who?“

Master P Ft. Silkk The Shocker & Mystikal – Make’Em Say Ugh
New Orleans, Mitte der Neunziger. Ein Label, das es schaffte, an die 200.000 Einheiten aus dem Kofferraum ihrer Chevrolet’s zu verkaufen. Noch weit vor dem Cash Money-Hype. Wer sich immer mal fragte, wer die wahren Kings in den Magnolia Projects waren – es sind die Jungs rund um Master P, Silkk the Shocker, C-Murder und Mystikal.
No Limit Records – R.I.P. War eine großartige Zeit!

Ludacris Ft. Shawna – What’s Your Fantasy
Mit welchem Song ist Ludacris eigentlich populär geworden, fragen sich vielleicht einige jüngere Semester. Hier die Antwort – in den Staaten hat es „What’s Your Fantasy“ auf Anhieb geschafft, den Hype ins Unermessliche zu steigern. Zurecht. „I wanna get you in the backseat / windows up, that’s the way I like to fuck“ – Alltime-Lieblings-Luda-Line. Kann man sicherlich heute noch bei der ein oder anderen Dame anbringen – just kinding. Überhit!

Lil Jon and the Eastside Boys – Put Your Hood Up (Remix)
Ich kann mich noch daran erinnern, als ich 2002 in einem übervollen Dexter (Ex-Big Apple) in Wiesbaden aufgelegt habe und das Ding lief. Innerhalb von gefühlten 30 Sekunden musste der Song abgebrochen werden, da es eine Massenschlägerei auf der Tanzfläche gab. In einem zu 90% mit Amis gefüllten Laden, in dem sich hauptsächlich Cripz & Bloodz auf der Tanzfläche tummelten, keine allzu gute Idee. Jedenfalls hat Lil Jon vor dem ganzen EDM-Müll (siehe frühe SoSoDef-Miami-Bass-Zeit) auch mal richtig gute Musik gemacht. Das ist eines seiner besten Werke. FFMPut Ya Motherfuckin‘ Hood Up!

http://www.youtube.com/watch?v=GQAM-ZN6uV0

Malibee (vormals DJ Corleone)

 

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