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WITTEN UNTOUCHABLE „IT WAS WITTEN“ TOUR (KONZERTREVIEW)

Die Witten Untouchable Gang, bestehend aus Rapper Lakmann, Mess, Kareem und dem Produzenten Rooq waren im Rahmen ihrer “it was witten” Tour vergangenen Freitag im Nachtleben in Frankfurt zu Besuch. Was ein Fest es war!!!

Denn damit nicht genug. Neben den angekündigten Voracts Dirty Maulwurf, Marvin Game, Butch, Simdal, Main Moe & Buddi kann man an diesem Abend die (teils Special Guests, teils einfach so anwesenden & feiernden) Credibil, Mikis Fontaigner, Jonesmann, Meezy, King Keil & Danrock die Hand schütteln. Das ist schon eher Festival-, als Konzert Lineup und das alles nur für 11€ – Shishhh!

Simdal und Main Moe machen den Auftakt mit dem funky Shit! Die Jungs performen, als sei es nix, und schaffen es, die ersten Leute zum Tanzen zu animieren. Pottkind Buddi, der nach den beiden auf die Bühne tritt, sollte man ebenfalls auf dem Schirm haben. Der Samurai liefert eine gekonnte Liveperformance, von der sich einige weitaus bekanntere Rapper eine Scheibe abschneiden können.

Die Trapstars Marvin Game und Dirty Maulwurf regulieren anschließend die Show. Die beiden ergänzen sich, als wären sie Brüdaz. Nicht alle im Publikum können ihrem Sound etwas abgewinnen, dafür feiert der Rest umso intensiver. Geht ja auch nicht anders bei den Beats von Dieser Morten. Den Hit “Whisky Sprite” haben sie natürlich auch mitgebracht. Schade, dass Timeless nicht auf dem Konzert war, für den hatte Mauli eine musikalische Widmung dabei.

Tipsy Butch ist nun an der Reihe. Wir danken, dass wir bei seiner einzigen Performance des Jahres dabei sein durften! Die kleinen Ausrutscher sind da gerne verziehen. Schön den atmosphärischen Sound vom “Halftime” zu erleben, geht durch Mark und Bein. Krönung ist natürlich “Henessy & Weed”.

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Die (leider nur!) ca. 100 Zuschauer sind also warm und bereit für die Wittener. Wir dürfen erleben, was eine wirklich gute Liveperformance ist. Das bisher eher zurückhaltende Publikum hat den “Sicherheitsabstand” überwunden und Witten Untouchable schaffen es, ihre Energie auf das Publikum zu übertragen. Bühnenpräsens to the fullest, Publikum-Einbindung to the fullest. Die Beats ballern bös‘ und die drei flowen ihre technisch anspruchsvollen Texte, als wäre es ein Sonntagsspaziergang.

Im Nachtleben liegt dieser Spirit in der Luft. Die anfangs erwähnten Vorgruppen und Special Guests stürmen die Bühne und machen das Klassentreffen perfekt. Neben der x-ten Zugabe kommt es am Ende der Show zu einer spontanen Cypher & Freestyle-Battle-Session mit sämtlichen anwesenden Rappern (Mikis rappt auch O.o) sowie Freiwilligen aus dem Publikum.

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Der ganze Abend hat Jugendhaus Flavor. Publikum und Künstler sind sich unfassbar nah (no homo), Lakman packt die Breakdance Moves aus, Jonesmann und King Keil stehen neben dir feiernd in der Menge, und jeder der sympathischen Rapper ist für einen Smalltalk zu haben.

“War cool in Frankfurt. 100 Leute, aber die haben wie 300 gefeiert :)” – SMS, Al Kareem

Es ertönen zwar keine “Auh, Auh, Auh” Rufe, dafür aber immer wieder laute “Ahhhhhh”-Chöre. Man könnte sagen, dass an diesem Abend eines der Urelemente der HipHop-Gebote gelebt wurde. “All love” und “Community” sorgen dafür, dass wir alle diesen “Spirit of Rap” fühlen. Hat unfassbar viel Spaß gemacht! Selber blöd, dass ihr’s verpasst habt!

Yoscha

PS: Die Herrschaften, die ebenfalls mit auf dem Konzert waren, haben mit drei “Adjektiven” ihren persönlichen Konzerteindruck festgehalten:

Gandino: energiegeladen, alsgäbskeinmorgen-meesisch, baba
Hannah: ausgelassen, humorvoll, Oldschool (zumindest mehr als erwartet)
Lukas: HipHop, to the, fullest

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1 Comment

  • Reply TAPEFABRIK #5 AM 24.01.2015 MIT HAFTBEFEHL, SPEZIALIZTZ, DÖLL, MÄDNESS, WITTEN UNTOUCHABLE, CR7Z UVM. (FESTIVAL-TIPP) auf RUN FFM 7. Januar 2015 at 12:36

    […] SPEZIALIZTZ über Edgar Wasser oder Döll & Mädness oder SAID bis hin zu Witten Untouchable (die erst kürzlich in Frankfurt unter Beweis stellten, was Hip-Hop wirklich bedeutet) können sich auf zwei Bühnen sehen und hören lassen – genau was für […]

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