EVENTS, FRANKFURT, MUSIK

CRO MELLO TOUR (KONZERTREVIEW)

Am 09.11.14 war Cro im Rahmen der „Mello Tour“ in der Frankfurter Festhalle zu sehen. Die bis zu 13.500 Besucher fassende Festhalle ist restlos ausverkauft. Als Vorgruppe ist DCVDNS zu bestaunen.

Es sind unfassbar viele Menschen in der Festhalle. Ganze Familien sind angerückt um den Pandamann live performen zu sehen. Es ist beeindruckend, wie viele Menschen Carlo mit seiner Musik anspricht. Scheinbar kann sich von Jung bis Alt jeder mit dem Unbekannten hinter der Maske und seinen seichten und leicht zu genießenden Texten identifizieren. Gut jede dritte Person trägt Pandamerch am Körper und die Festhalle sieht aus wie ein Zoo.

Warmup DCVDNS macht das, was er auch auf seinen Solo-Gigs immer macht. Er verarscht das Publikum und pöbelt wie ein „Gee“. Die vielen erschrockene Gesichter zeigen, dass der sehr spezielle DCVDNS-Humor auf viel Unverständnis trifft: „Der schießt ja ins Publikum!“, „Oh mein Gott, der benutzt ja Schimpfwörter!“ Er schafft es, in den vorderen Reihen einige Arme zum Wippen zu bringen, was allerdings eine Ausnahme darstellt. Dass der Auftritt weniger energiegeladen ist, lässt sich darauf zurückführen, dass das Publikum DCVDNS nicht kennt und nicht versteht – oder darauf, dass er in Schneckentempo über die Bühne schleicht.

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Ein weißer Vorhang entfaltet sich vor der Bühne und verdeckt die Sicht auf diese. Nach den Umbauten fällt der Vorhang und gibt den Blick auf die Bühne wieder frei. Neben Cro stehen ein Drummer, ein Gitarrist und Psaiko.Dino in seiner DJ-Kanzel auf der Bühne. „I Can Feel It“ ist der Intro Song, mit dem sich der junge Popstar dem Publikum vorstellt.

Es folgt eine über anderthalb Stunden lange Show, in der Hit nach Hit nach Hit gespielt wird. Mädchen kreischen sich die Seele aus dem Leib und die ganze Halle singt die eingängigen Cro Texte mit. Die Festhalle wird zu einem hell leuchtenden Lichtermeer, als der Chimperator-Schützling das Publikum bittet, die Handys rauszuholen.

CroLichtermeer

Herr Waibel entfaltet seine ganze Panda-Power während der Performance. Der vollständige Raum der Bühne wird genutzt, um die Bärchenweisheiten über Mädchen, die große Liebe, Mädchen und die große Liebe an Männlein und Weiblein zu bringen. Er bedankt sich nach jedem Song! Darüber hinaus verzeichnet die Show einige Highlights:

  • Der Pandamann bittet ein Mädel (Laura) und einen Jungen (Fabi) auf die Bühne. Ohne Einführung erklärt Cro, dass die beiden nun ein Gesangsbattle austragen. Der „Du“-Beat fängt an zu laufen, und beide legen eine textsichere Performance auf das Parkett. Nach dem obligatorischen Foto bekommen die beiden noch ihren Gewinn in die Hand gedrückt: Eine Flasche Wasser!

  • Cro bekommt einen Flügel auf die Bühne gebracht und spielt Piano, zu dessen Melodie der Chimperator-Sänger Teesy auf die Bühne tritt. An der Klimperei gibt es nichts zu meckern, und Teesy trällert einige wenige Songs aus seinem aktuellen Album “Glücksrezepte“. Teesy hat eine volle und angenehme Stimme, mit der er es schafft, den ganzen Raum zu füllen (auf Solotour übrigens am 31.01.15 im Hafen 2 in Offenbach zu lauschen).

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  • Nach angeblichen technischen Schwierigkeiten zaubern sich Cro und der Chimperator-Rapper DaJuan à la Copperfield inmitten der Menge auf eine Hebebühne. Sie performen „Meine Gang (Bang Bang)“ und den Song “Höhenangst“, zu dem bei jedem „Higher“ die Hebebühne weiter in die Höhe fährt. Zwischen den Wellenbrechern hindurch bahnen sie sich den Weg zurück zur Bühne durch ein Meer der Euphorie.

  • Zum Song „Rockstar“ schießen stilechte Rammstein Feuerfontänen Richtung Hallendecke und das Publikum wird mit einer Konfettigun unter glitzernden und flimmernden Papierchen begraben.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Großveranstaltung “Mello Tour” eine nette Abendgestaltung darstellt. Das Kreisch-O-Meter, das tatsächlich auf die Bühnenfassade projiziert ist, schlägt aus, wie man es bei einem Teenie-Star erwartet! Es gibt natürlich keine Toten oder Verletzten. Wir verlassen die Festhalle, schmecken die kalte Nachtluft und laufen in die Hände einer Abholarmada an Eltern.

Yoscha

PS: In guter alter Manier habe ich einige Freunde, die ebenfalls auf dem Konzert waren nach drei „Adjektiven“ gebeten, die das Cro Konzert beschreiben:

Denise: konfettimäßig, jung, gar nicht so schlecht, popstarwürdiges Gekreische
Mathi: gute Performance, kurzweilig, mitreißend
Julia: euphorisch, mitreißend, enorm, emotional, geil, unterhaltsam
Lukas: jung, dynamisch, freundlich
Malte: publikumsnah, interessant, magic

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