EVENTS, FRANKFURT, MUSIK

MARTERIA ZUM GLÜCK IN DIE ZUKUNFT 2 TOUR (KONZERTREVIEW)

Der 26.11.14 war der Tag, an dem sich eine lila Wolke über die Frankfurter Jahrhunderthalle legte. Marteria ist zu Gast. Nach dem ersten Tourteil im Frühjahr gibt es nun den zweiten Teil der „Zum Glück in die Zukunft 2 Tour 2014„. In unserer Vorankündigung haben wir bereits spekuliert, dass es wahrscheinlich ein gutes Konzert werden wird und hier folgt die Auflösung.

Vor der Jahrhunderthalle ist eine ellenlose Schlange, als gäb’s was umsonst. Das Video, das ich beim Vorbeigehen an der Reihe in normaler Schrittgeschwindigkeit aufgenommen habe, geht ganze 01:46 Minuten lang. Viel Spaß beim Rechnen. Der Rostocker Rapper verkündet dann die stolze Zahl von 5.000 Besuchern.

Ein charmanter und lustiger Chefket hat die Aufgabe dem Publikum einzuheizen und macht dem Track “Live MCs” alle Ehre. Ohne Backup legt er eine mehr als überzeugende Performance hin. Doubletime mit und ohne Beat so verständlich, als würde er mit uns reden.

Für den Track “I don’t know” packt er seine Soulstimme aus und missbraucht das Publikum als Gospelchor. Sua, ein Mädel aus dem Publikum, darf den Running Man auf der Bühne tanzen und Chefket begibt sich für einen Track in den eigens organisierten B-Boy Kreis in der Mitte des Publikums.

Nach einer ca. halbstündigen Umbauphase kommt der Star des Abends auf die Bühne. Die Show besteht aus drei Akten: Marteria/Marsimoto/Marteria. Marten steht mit Band, drei Backup-Sängerinnen und einem Backup-Sänger on Stage. Die Mensch geworde Double- und Adlibspur der Backup-Artisten und der Druck der Instrumente sorgen für ein exquisites Klangerlebnis.

Darüber hinaus sind die Sänger nicht nur Statisten im Hintergrund der Bühne, sondern übernehmen ganze Gesangspassagen und Animationsparts der Show. Besonders eindrucksvoll ist der Auftritt einer brasilianischen Backup-Sängerin, die inbrünstig ein Machinegun Doubletime auf die Menge feuert.

Die Songs werden nicht alle wie die Albumversionen gespielt, sondern mit bekannten Ami-Instrumentals unterlegt und gekonnt mit Rock-, Dubstep- und Reggae-Elementen angereichert. Der größte HipHop-Hater würde an der Show gefallen finden. Wobei auch Hafti ein Gastspiel auf der Bühne zum Besten gab.

Aus unserer Statler & Waldorf Loge fällt das Sichten und Richten leicht. Sprühende Funken, lechzende Feuerfontänen und bedrohliche Bengalos sorgen für ein Spektakel. Die Stage wirkt wie ein dramatisches Musicalszenario. Matt orange ausgeleuchtet erinnert sie an einen Sonnenaufgang aus König der Löwen.

Das blaue Licht macht aus dem Parkett eine Unterwasserwelt und der Vogel wird mit der Marsimoto-Inszenierung abgeschossen. Grünes Licht, grüner Rauch, grün schimmernde Bodysuits und die Jahrhunderthalle fängt an nach verbrannten Kräutern zu riechen. Mehr Alien geht nicht!

marteria-marsimoto-zdidz2-tour-frankfurt-laura_pinkman

Wir lachen, als die Jungs “Ich bin ein Marteria Girl” singen. Wir schwitzen bei einer Runde Power Joga und dem T-Shirt Propeller. Ich eskaliere, als Baba Haft für “Chabos wissen wer der Babo ist” auf die Bühne kommt. Wir singen “Alle, alle, alle, oder keiner” in der Hocke, um auf den Drop wie Flummis auf und ab zu springen. Wir winken Schwesta Ewa. Wir haben Gänsehaut.

Marten liefert wie erwartet eine grandiose Show mit Festivalstimmung. Die Spannungssteigerung bis zum Höhepunkt in der Zugabe ist dieses Mal noch besser gelungen, als bei dem schon guten Auftritt in der Hugenottenhalle. Von der Batschkapp in die Hugenottenhalle in die Jahrhunderthalle. Next Stop (hoffentlich) Festhalle. Die Empfehlung ist ausgesprochen.

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PS: Dem Videoblog aus Frankfurt nach zu urteilen, waren wohl einige von euch auch näher an Marteria dran, als ihr wusstet :)

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PPS: Und wieder habe ich die netten Konzertbegleiter gebeten mir drei Adjektive zu nennen, die die Show beschreiben:

  • Hannah: Berauschend, überragend, mitreißend
  • Manu: Phänomenal, mitreißend, porno
  • Mathi: Spektakulär, marsiesk, marteriaesk
  • Gandino: zu effektlastig (Show), fetisch (Marsimoto), baba (Haft)
  • Lukas: Scheppernd, scheppernd, scheppernd
  • Charlie: Mehr, technisch, angemessen

PPPS: 2015 kommt laut Marteria ein neues Marsimotoalbum und sowohl Hafti, Chefket und Marsimoto spielen auf dem Splash 18!

PPPPS: Danke für die tollen Bilder an @laura_pinkman, @ella_paulinha & @keineck.

MARTERIA: WebseiteFacebookTwitterYouTubeSpotifyauf RUN FFM
CHEFKET: FacebookInstagramTwitterSpotifyauf RUN FFM
HAFTBEFEHL: WebseiteFacebookInstagramTwitter YouTubeSpotifyauf RUN FFM
SCHWESTA EWA: FacebookInstagramTwitterYouTubeSpotifyauf RUN FFM

Weitere Konzertreviews findet ihr unter hier!

Yoscha

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