GAMES, ROCKSTAH

5 GRÜNDE, WARUM RESIDENT EVIL HD IMMER NOCH GRANDIOS IST (REVIEW)

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Resident Evil zählte einst zu den größten Spieleserien um die 00er Jahre. Doch seit einiger Zeit will die Serie nicht mehr so recht zünden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: schwache Teile in der Hauptserie, grauenvolle Lizenzverwurstungen und last but not least die Konkurrenz. Aber Fehler sind eben dazu da, dass man aus Ihnen lernt. Und so soll auch 2015 der Fokus bei Publisher Capcom darauf liegen, das Image einer einst großartigen Marke wieder aufzupolieren. Den Anfang macht hierfür witzigerweise: Der Anfang. 

Letzte Woche ließ Michiteru Okabe in einem Interview zu „Resident Evil: Revelations 2“ eine kleine Bombe platzen. Durch die Blume teilte er mit, dass „da wohl ein anderes Entwicklerteam evtl. gerade Resident Evil 7 mache und was auch immer sie da tun: es wird bestimmt ziemlich awesome.“ Eine Nachricht, die im Grunde nichts sagt und die Videospielwelt doch wie ein Lauffeuer heimsuchte. Denn klar: auch wenn die Serie in den letzten Jahren Federn lassen musste, so bleibt Resident Evil eine der großen, mächtigen Marken im Horrorgame-Genre. Auch für mich persönlich ist Resident Evil seit über 15 Jahren ein Herzthema (siehe Radio Nukular Folge 3 „Resident Evil“).

Passieren muss nach dem dürftigen sechsten Teil dennoch so einiges, denn auch Capcom weiß: Lange geht das nicht mehr gut. So knüpft man nicht nur in den kommenden Wochen mit einer Fortsetzung an den erfolgreichen und vor Allem guten „RE: Revelations“ Teil an, sondern gibt sich dem derzeit sehr ausufernden HD-Remake Hype hin. Mit einer aufpolierten Variante des großartigen „Resident Evil“ Remake für den Gamecube, welches 2002 den Ur-Titel der Serie atmosphärisch und grafisch nochmal in eine ganz neue Liga hievte, kam man letzte Woche auf die aktuellen großen Konsolen zurück. Und siehe da: Resident Evil funktioniert immer noch. Warum? Hier 5 Gründe.

 

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Einfach, aber effektiv

Resident Evil ist inhaltlich weit weg vom großen, psychedelischen Horror eines „Silent Hill“ oder der charakter-starken Tiefe eines „The Walking Dead“. Resident Evil ist – einfach gesagt – 08/15-Horror-Trash. Verlassenes Gruselhaus, Zombies, Jump Scares, plumpe Actionhelden – die einfachsten B-Movie-Zutaten, aber trotzdem immer noch ein großartiges Endprodukt. Manche Sachen müssen sich halt nicht verändern. So wie Cola oder der Big Mäc. Und so sorgt auch Resident Evil bei mir, in der abgedunkelten Wohnung, die Kopfhörer voll aufgedreht (ja, Kopfhörer sind da fast schon ein Muss) trotz mehrmaligen Durchspielen in der Vergangenheit für großartige Schreckmomente in der Gegenwart und ein angespanntes, aber großartige Spielerlebnis, dass es immer noch versteht, seine Spieler zu erschrecken, selbst wenn man eigentlich weiß, was kommt.

 

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Grafisch ein bisschen wunderschön

13 Jahre ist das GC-Remake von Resident Evil 1 schon wieder her und ist mir grafisch immer als sehr hübsch in Erinnerung geblieben. Aber Erinnerungen sind ja bekanntermaßen immer so eine Sache. Schnell ist mal ein altes Spiel oder ein alter Film romantisiert und sorgt für ein böses Erwachen, sobald man sich plötzlich wieder gegenübersteht. Ein bisschen Angst hatte ich deswegen auch um das Remake vom Remake. Aber siehe da: Dank vorgerendeter Hintergründe und angepasster Optik sieht Resident Evil auch heute noch verdammt zeitgemäss und hübsch aus. Gerade der neue Feinschliff holt da noch eine ganze Menge raus.

 

 

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Mehrmaliges Spielen immer noch erwünscht

Wer jemals eins der ersten Resident Evil Teile durchgespielt hat, weiß: Durchgespielt ist hier noch gar nix. So wahrt auch RE nicht nur die Tradition seiner Ursprungsversion, sondern setzt diese mit neuen Modi auch weiterhin fort. Neue Kostüme, neue Waffen, der „unsichtbare“ Zombie“ Modus, tonnenweise anderer Kram und generell die 2 leicht unterschiedlichen Kampagnen zwischen Jill und Chris laden dazu ein, das HD Remake von Resident Evil nicht gleich wieder von der Festplatte zu löschen. Und wer es trotzdem nur einmal durchspielen möchte, hat mit 8-10 Stunden Kampagne mehr Umfang, als so manches aktuelle Retail-Game. Bei einem Preis von 20€ absolut vertretbar.

 

 

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Wenn alt sich wie neu anfühlt

Festeingestellte Kameras, gerenderte Kulissen, ein sperriges Kampfsystem und nur wenige Speicherpunkte – Resident Evil 1 ist gemessen an seiner aktuellen Konkurrenz in allen Punkten veraltet. Doch witzigerweise macht gerade all das das Remake so erfrischend. Denn da wo heutige Titel vor lauter Schocker-, Shooter- und Actionelementen fast platzen, ist Resident Evil überraschend ruhig. Dass man das mal über eines der ehemals „krassesten Spiele aller Zeiten“ sagen würde, hätte vor 15 Jahren wohl auch niemand gedacht.

 

 

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Das perfekte Stück Retro

Wie schon festgestellt: Retro ist derzeit ganz schön „In“. Das wissen wir von Radio Nukular genauso, wie die ganzen Publisher, sonst würde man die Spielewelt seit ein paar Jahren nicht an allen Ecken und Enden mit Neuauflagen und überarbeiteten Fassungen zuschütten. Manche davon sind sehr gut, manche eher weniger. Vielleicht weil man sich oft gerne nicht wirklich Mühe gibt, vielleicht auch, weil manche Spiele heute schwieriger bzw. unzugänglicher spielbar sind. Beim neuen Resi Remake ist das allerdings nicht der Fall. Das Stimmung, die aufgehübschte Grafik und das einfache, aber effektive Spielkonzept mit seinen Action-Elementen und Rätseln ist so gut gereift, dass es nicht nur heute noch gut spielbar ist, sondern auch jüngeren Spielern einen guten Einblick in die „gute alte Zeit“ gibt und auf der Basis von heute gut veranschaulicht, wie sich die Spiele damals für uns angefühlt haben.

Euer Rockstah

Resident Evil HD ist ab sofort digital erhältlich für Playstation 3, Playstation 4, XBox 360, XBox One und PC (Steam)

Mehr zum Thema „Resident Evil“ bei Radio Nukular

 

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