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Tapefabrik 2017: Das Festival bleibt auch nach Rettung Untergrund

tapefabrik-2017

Nach zwei Jahren ist es nun am 11. März endlich wieder soweit. Tapefabrik, das legendäre hessische Festival kehrt in seine Heimat zurück: die Rhein-Main-Region. Mit den anerkanntesten Underdogs im Line-Up, begnadeten Rap-Idolen, die durch den Abend führen und der finanziellen Spritze des Wiesbadener Schlachthofs.

Dieses Jahr unterscheidet sich die Tapefabrik einmal mehr von allen anderen großen Hip Hop Festivals. Statt durch einen besonders beliebten Headliner setzen die Veranstalter auf Untergrund-Legenden, Newcomern und den Fokus auf Produzenten. Es ist ein Festival für Liebhaber und Liebhaberinnen und für alle, die Lust auf ein ausgelesenes Line-Up direkt aus dem Rap-Untergrund haben. Rap-Nerd Gefahr: hoch. Der Spaßfaktor bleibt allerdings garantiert. Auf 3 Bühnen geben sich 40 Künstler die Ehre. Dabei ist eine ganze Bühne ist für die deutsche Produzenten-Szene vorgesehen.

Das Line-Up lebt von Laidback-Beats, vernebelten Kifferträumen auf Boombap-Teppichen und virtuosen Rappern, die sich ihre Seele aus dem Leib flowen oder auch ihre Krallen ausfahren und batteln. Von Retrogott, Shacke One und Main Concept über Morlockk Dilemma, dem DLTLLY-Battle und Amewu ist hier für jeden Fan etwas dabei.


TAPEFABRIK 2017
Samstag, 11.03.2017 – ab 17:00
Schlachthof Wiesbaden, Murnaustraße 1, 65189 Wiesbaden
28,00€ zzgl- Gebühren – Tickets
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Doch auch dieses Mal gibt es wieder ein paar Künstler, die nicht ganz ins Konzept des Festivals passen. Künstler, die meist aus dem Straßenrap kommen und ihren Hak und ihre Jungs von der Straße den smoothen Beats vorziehen. Dieses Jahr geben sich das „Alles oder Nix“-Signing Kalim und der Newcomer Dardan die Ehre. Beide lassen sich im  Straßenrap verorten und sind wesentlich stärker vom amerikanischen Trap und den französischen Einflüssen inspiriert.

Besonderes Highlight auf dem hessischen Tagesfestival ist definitiv Disarstar, der höchstwahrscheinlich sein am 31. März erscheinendes Album „Minus X Minus=Plus“ im Gepäck hat. Der talentierte Hamburger mit Attitüde wird sich zum ersten Mal im Rhein-Main-Gebiet einem größeren Publikum vorstellen können.

Auch lokale Künstler werden representen. Face, die Kamikaze-Brüder und Eloquent sind dabei zu nennende Namen. Das Freunde von Niemand-Signing Face veröffentlichte im November sein Debütalbum „Rot“. Aber auch der Wiesbadener Eloquent releaste gemeinsam mit dem Produzenten Twit One im Dezember seine EP „Folie A Deux“.

Yoscha berichtete bereits vor zwei Jahren bei uns von der ungezwungenen Stimmung, der Publikumsnähe, die bei der Tapefabrik eine besondere Rolle spielt und der freundlichen Atmosphäre, die einem den ganzen Beef, der sonst so über die sozialen Kanäle die Laune vermiest, vergessen lässt.


TAPEFABRIK
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Dass ausgerechnet dieses Festival nicht genug Geld einspielt und die Veranstalter kurz vor der Insolvenz standen, war gerade hier in Hessen eine große Tragödie für alle Rap-Fans. Zum Glück nahm sich der Wiesbadener Schlachthof den Geldproblemen an und verhalf damit der Tapefabrik nicht nur zu seiner diesjährigen Location.

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